London Low Budget - mit wenig Geld das meiste erleben! Teil 1

Du willst nach London reisen und die Stadt von ihrer buntesten und schönsten Seite erleben? Am liebsten soviel wie möglich sehen und jede Menge Abenteuer mitnehmen? Gleichzeitig schreckt dich ab, dass London eine der teuersten Städte der Welt ist? Vergiss deine Bedenken: London ist zwar wirklich sauteuer aber ich verrate dir, wie du die Big City genießen kannst, ohne ein Vermögen dafür auszugeben! Du wirst Eindrücke und Erlebnisse ohne Ende mitnehmen und es wird sicher nicht dein letzter Besuch in London gewesen sein. Neugierig? Pack Deinen Rucksack und kommt mit!

Unser Budget für 1 Woche - zu zweit!
Unser Budget für 1 Woche - zu zweit!

Junior und ich waren ganze 5 Tage in London und haben sooooviel erlebt. Damit ich dich nicht mit den ganzen Erlebnissen und Eindrücken erschlage, splitte ich unsere Reise in mehrere Artikel auf.

 

Heute liest du, wie wir günstig nach London gekommen sind und welch´ tolles Hotel wir (trotz günstiger Übernachtungspreise) gefunden haben. Außerdem erfährst du wissenswertes über den Stadteil Stratford und sein unglaublich großes Shoppingcenter.

 Infos zum 1. Tag:

Flicbo.bus

B&B Hotel Frankfurt Hahn

Ryan-Air

National Express - Bus

Ibis Style Hotel Leyton

 

Anreise:

Nach London zu kommen ist nicht schwer: 

Bus, Zug, Schiff und Auto (alles auf Rollen natürlich in Verbindung mit der Fähre) bringen dich sicher auf die Insel. Wenn Du schnell nach England möchtest, ist das Flugzeug sicher die richtige Wahl.

 

Junior und ich haben uns für das Flugzeug entschieden und trotzdem 2 Tage gebraucht, lach. Warum? Weil ich mal testen wollte, wie es ist mit Ryanair zu fliegen und es von uns zuhause eine etwas längere Wegstrecke zum nächst gelegenen Ryanair Flughafen (Frankfurt-Hahn) ist. Testen wollte ich es trotzdem! Die günstigen Preise waren einfach zu verlockend! Achja, gebucht hatte ich bereits im Oktober über die App, denn das Geschäftsgeheimnis von Ryanair lautet: Früh buchen lohnt sich! Und es stimmt!

 

Da ich es meinem Sohn nicht antun wollte, bereits Nachts in Aschaffenburg aufzubrechen um dann völlig übermüdet in London anzukommen, hatten wir uns für eine Zwischenübernachtung im B&B Hotel entschieden.

 

Wir sind Sonntagfrüh mit dem Zug nach Frankfurt/Main gefahren (20 Min. mit ICE) und dort am Hauptbahnhof umgestiegen in den Flibco.Bus. Nach 2 Stunden Busfahrt hatten wir unser 1. Etappenziel erreicht.

 

Kosten:

Zugfahrt: ca. 20 EUR

Flibco.Bus insgesamt 19 EUR für Hin- und Rückfahrt für 2 Personen

Das B & B Hotel:

Das Hotel lag direkt am Flughafen und nach einer entspannten Nacht ging's dann Montags um 4.00 Uhr rüber zum Gate. Der Weg vom Hotel dorthin dauerte gerade mal 5 Minuten.

Besser geht´s doch gar nicht! :)

 

Unser Zimmer im B&B Hotel war klein aber zweckmäßig; für eine Nacht völlig ausreichend. Der Online-Check In (die Rezeption im Hotel ist nur an bestimmten Zeiten besetzt) war etwas völlig Neues für uns aber hat problemlos funktioniert.

Einen Restaurantbereich gibt es zwar nicht, dafür aber Snackautomaten im Foyer oder eben die vielen Möglichkeiten sich im Flughafen mit Essen einzudecken bzw. Essen zu gehen. Wir allerdings bevorzugen immer unser von zuhause mitgebrachtes Hotelpicknick und sparen uns somit direkt nochmal etwas Budget ein. :)

Kosten: 46 EUR/Nacht/2 Personen

Weil ich gerne wissen wollte, was am nächsten Morgen auf uns zukommt, haben wir noch ein wenig den Flughafen unsicher gemacht und erkundet. Ganz begeistert war ich vom "Raum der Stille" in dem Menschen aller Religionen eingeladen werden, einen Moment inne zu halten und evtl. auch zu beten. Es liegen verschiedene Religionsbücher aus (Koran, Bibel, etc.) und es gibt ein Buch in dem man sich eintragen kann. Hier waren wunderschöne und teils andächtige Texte verewigt. Die Besucherterasse war zu unserer Freude kostenlos und so war bereits der Anreisetag zum Flughafen voller neuer Eindrücke.

Es geht los: Aufregung pur! :-)

Der Flug nach London war mein erster Flug seit 15 Jahren und mein erster Flug mit Kind. Und dann auch noch mit Kind das erstemal alleine ins Ausland! Ihr könnt euch denken, dass ich mächtig aufgeregt war! Zum Glück ist mein Junior ein aufgewecktes und aufmerksames Kerlchen und was mir durch Aufregung entging, blieb bei ihm nicht lange unentdeckt. So ging eigentlich alles Hand in Hand. Den Check-In hatten wir bereits zuhause erledigt, die Boardkarten bereits ausgedruckt. Unser Gepäck bestand lediglich aus zwei Handgepäcksrucksäcken (Cabin-Max). Wir konnten direkt zur Sicherheitskontrolle durchgehen. Artig legten wir alles aufs Band, Hosentaschen räumten wir aus und dann hieß es ab durch den Metalldetektor. Alles ok! Doch dann - prüfender Blick der Security: Mein Rucksack soll geöffnet werden. Ich grinse, denke mir schon meinen Teil und muss fast lachen als mich die Sicherheitsdame fragt "Haben Sie da einen Türstopper drinn?" Ich musste schmunzeln: "Nein, meine gläserne Fotokugel (ca. 10 cm Durchmesser)". Ich packte das gute Stück aus und mit einem kurzen Nicken wurde die Kugel genehmigt.

Passkontrolle:

Bislang reicht für die Einreise nach Großbritannien für Erwachsene der Personalausweis und für Kinder mindestens der Kinderreisepass. Denkt aber daran, dass sich dass durch den Brexit mit der Zeit ändern kann. Die Seite des Auswärtigen Amtes gibt euch Auskunft darüber!

Mein Sohn trägt einen anderen Nachnahmen wie ich und ich war froh, bereits im Vorfeld an alles gedacht zu haben. Hier schauten die Grenzbeamten nämlich ganz genau hin: Es wurde sofort nach der Geburtsurkunde und der Einwilligung des Vaters gefragt. 

 

Mein Tipp für Euch: 

Wenn ihr alleine mit eurem Kind reist, egal ob anderer Nachname oder nicht, habt am besten immer eine schriftliche Einverstädniserklärung des anderen Elternteils dabei (unsere war ein 5-sprachiger Vordruck vom ADAC), eine Geburtsurkunde des Kindes, Passkopie vom Vater und am besten noch die Sorgerechtsbescheinigung (falls ihr getrennt lebt). Wer das alles nicht mitnehmen möchte, kann sich natürlich auch eine allgemeine Reiseerlaubnis (mit Unterschrift beider Eltern) beim Notar erstellen lassen - kostet natürlich auch etwas. Ganz Mutige reisen ohne diese ganzen Papiere aber dann bitte nicht beschweren, wenn die Grenzbeamten viele Fragen an euch und euer Kind/eure Kinder haben und dies evtl. auch mal getrennt von euch. Diese Fragerei stellt keine Schikane dar, sondern dient einfach nur dazu, Kindesentführungen zu verhindern. Sollte also uns allen bewußt sein, dass diese Grenzbefragungen sinnvoll sind. :) Plant hierfür genug Zeit ein.

Der Flug:

Der Flug mit Ryain-Air war mit Sicherheit nicht mein letzter! Unser Gepäck hatte genug Platz über uns, die Sitze und Gänge ein wenig eng (vielleicht bin ich auch einfach zu breit, lach) und dass man Essen an Bord kaufen musste, anstatt es kostenfrei serviert zu bekommen, fand ich überhaupt nicht schlimm. 1 1/2 Stunden kann man mal locker ohne Essen aushalten und Getränke kann man sich noch nach der Sicherheitskontrolle im Duty-Free-Shop kaufen oder wer es noch günstiger bevorzugt: Fülle deine leere Trinkflasche (Achtung: Kein Glas!) nach der Sicherheitskontrolle mit Wasser vom Wasserspender oder Toilettenraum auf.

 

Was ich etwas kundenunfreundlich fand, waren die sehr undeutlichen Durchsagen des Piloten. Die hat glaub ich nicht wirklich jemand an Bord verstanden.

 

Sonst war bis auf die sehr holprige Landung aber alles im grünen Bereich!

 

Was ich für mich über das Fliegen gelernt habe:

Entweder schlafen oder aus dem Fenster schauen! Mir ist fester Boden doch lieber unter den Füßen, lach.

 

Mein Fazit zu Ryain-Air:

Das Preis-Leistungs-Verhältnis war wirklich top. Wir haben zwar noch zwei Übernachtungen zusätzlich bezahlt (auf dem Hin- und auf dem Rückweg sowie die jeweiligen Busfahrten zu den Flughäfen und zurück) aber trotz dieser Zusatzkosten waren wir immer noch 50 EUR günstiger unterwegs als mit einem Lufthansa-Flug von Frankfurt direkt nach London Heathrow! 50 EUR die wir in unsere Unternehmungen und Ausflüge stecken konnten!

 

Kosten:

Hin- und Rückflug/2 Personen/ca. 57 EUR (inkl. Sitzplatzreseriverungen die nicht notwendig sind)

Ankunft in London-Stansted & Busfahrt mit National-Express Bus:

Bei unserer Ankunft in war ich erstmal überwältigt: Ist Ffm-Hahn ein wirklich kleiner und überschaubarer Flughafen ist Stansted meiner Überraschung nach doch relativ groß. Auch die englische Beamten überprüften genauestens unsere Papiere (besonders die von Junior) und dann wuselten wir uns aufgeregt und voller Vorfreude durch die Ankunftshalle. Wir hielten Ausschau nach unserem Bus, welcher uns in die Stadt bringen sollte aber hmm... wir fanden nichts. So müssen wir auch ausgesehen haben: Ratlos, lach. Genau in diesem Moment lernten wir die englische Freundlichkeit kennen "Hey, you seem to be lost. Can I help you?" fragte uns eine freundliche Frauenstimme. In kurzen Worten erklärte sie uns den Weg zum Bus, den wir dann auch sofort auf Anhieb fanden. Wir hatten wohl vor lauter Aufregung den Wegweiser übersehen, grins.

 

Unsere Fahrt von Stansted nach London mit dem National-Express Bus war eine gute Wahl:

Wir haben für 2 Personen Hin- und zurück nur 24 EUR gezahlt, dem gegenüber stehen 24 EUR für 1 Person und eine einfache Fahrt wenn Du dich für den Zug entscheidest. Im Vorfeld hatte ich gehört: Die Busse sind unpünktlich, wenn man in die Rushhour kommt kann es ewig dauern, die Busse sind nicht gemütlich, etc.

 

Unsere Erfahrung:

Der Bus war sehr pünktlich, der Fahrer sehr freundlich (half auch beim Gepäckverladen) und trotz Rushhour durch den Berufsverkehr waren wir innerhalb von 60 Minuten in London-Stratford. Auf dem Weg zurück, knapp 1 Woche später, genau dasselbe: Pünktlich, Zuverlässig, freundlich. Außerdem gemütliche Ledersitze, Toilette und W-Lan an Board. Was will man mehr?

Kosten: 24 EUR/2Personen/Hin- und zurück

Ankunft in London:

Unser Busfahrer entließ uns am Bahnhof Stratford International in die Tiefen von London.  Inmitten von zwei Shoppingcentern, dem kleinerem Stratford Center und dem riesigem Westfield London. Nur ein paar Gehminuten vom Queen Elisabeth Park (welcher extra für die Olympiade 2012 gebaut wurde). An Bahnhof Stratford International treffen DLR, Tube, Busse und Fernzüge aufeinander. Ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt also und für uns Neuankömmlinge direkt richtig um umzusteigen. Wir besorgten uns zwei Oystercards (Fahrkarte zum Aufladen für alle öffentliche Verkehrsmittel) und nahmen den roten Doppeldeckerbus "69" in Richtung Hotel.

Stratford Center und Busbahnhof (rechts), hinter mir Westfield London (London´s größtes Shopping Center)
Stratford Center und Busbahnhof (rechts), hinter mir Westfield London (London´s größtes Shopping Center)

Fahrt zum Hotel

Gebucht hatten wir 4 Nächte im Ibis Styles London Leyton, im selben Stadtteil. Bereits die Fahrt dorthin war sehr amüsant. Wenn man im Doppeldecker oben sitzt, schaukelt und schunkelt es desöfteren und man fühlt sich leicht beschwippst, grins. Wenn man dann das Glück hat und direkt vorne einen Platz ergattern kann, bekommt man einen tollen Blick über London´s Straßen und es ist echt lustig den Linksverkehr zu beobachten. Daran hab ich mich eh die ganze Woche nicht wirklich gewöhnen können, lach. Für Kinder und Große auf jeden Fall ein echtes Erlebnis. Wir sind sogar am Pub & Hotel "Cart & Horses" vorbei gekommen, der "Geburtsstätte von Iron Maiden". Fängt ja schon mal gut an, grins.

Das Hotel

Unser Hotel bestand aus zwei Gebäuden, die sich jeweils gegenüberliegend an der Lea Bridge Road befinden. Es gab mehrere Bushaltestellen in der Nähe, ein Tesco Supermarkt, verschiedene Pups und ein Kentucky Fried Chicken. Sehr zentral also. Hier ein paar Bilder von den Speiseräumen und der Lobby für Euch:

Unser Zimmer war bei unserer Ankunft um 11.00 Uhr leider noch nicht bezugsfertig aber wir konnten unsere Rucksäcke sicher in einem abgeschlossenem Raum zurück lassen. Junior hatte plötzlich starke Bauchschmerzen und die freundliche Rezeptionistin gab uns auf kurze Nachfrage sogar kostenlos Pfefferminz-Tee für seinen Bauch. Wieder einmal die englische Freundlichkeit. :)

Nachdem die Bauchschmerzen nachgelassen hatten machen wir uns auf eine erste Erkundungstour durch London. Hierzu aber mehr im Teil II. 

 

Als wir abends müde und erschöpft in die Unterkunft zurück kamen erfuhren wir, dass sich unser Zimmer nicht im Haupthaus sondern auf der gegenüber liegenden Straßenseite befinden würde. Ein bißchen genervt (weil übermüdet), dass wir doch nochmal raus müssen, packten wir also unsere Rucksäcke zusammen und machten uns auf den Weg. Die nette Rezeptionistin sicherte uns noch zu, dass dies ein sehr schönes Zimmer sei aber wir morgen gerne ins Haupthaus umziehen könnten, wenn wir das wöllten. Als wir unser Zimmer sahen, wollten wir das aber gar nicht mehr. Warum? 007 James Bond lässt grüßen, grins. Seht selbst:

Kosten fürs Hotel:

4 Nächte/2 Personen/248 EUR inkl. Frühstück, Kaffee, Tee und Wasser auf dem Zimmer.

Versteht sich von alleine, dass wir das Zimmer nicht mehr unbedingt wechseln wollten, oder? Grins. Das Bett war super bequem, die Sauberkeit des Zimmer und Bades einwandfrei (die ganze Woche über) und so konnten wir uns nach einem langen, aufregendem Tag nach Flug, erster Stadterkundung und Sightseeing sehr gut erholen für unsere nächsten London-Taten. Hierzu aber mehr in weiteren Teilen. :)

Last but not least:

Wissenswertes über Stratford:

Stratford ist ein Stadtteil von London, gelegen im Osten. 2012 fanden hier die olympischen Spiele statt, für welches extra der Queen Elisabeth Park gebaut wurde. Durch den Bau dieses Parks erhielten die Bewohner des Statteils attraktive Grünflächen und weitere Unterhaltungsmöglichkeiten (Eisstadion, Schwimmbad, MittalOrbitTower). Desweiteren ist Stratford als Einkaufsviertel bekannt:

 

Das größte Einkaufszentrum Londons "Westfield Stratford City" mit eigener Luxus-Bowlingbahn, Kino und weiteren Freizeit- und Shoppingmöglichkeiten (Disney-Store, Ikea etc.), befindet sich direkt am Bahnhof "Stratford International"; Einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt an welchem Tube-, Bus-, DLR- und Fernverbindungen möglich sind. Direkt gegenüber findet sich ein weiteres, kleineres Einkaufszentrum, das "Stratford Center".

Talk to me:

Hat dir unser Bericht über den 1. Tag gefallen? Vermisst du Informationen oder hast du weitere Fragen? Über die einzelnen Links kommst du noch zu den Hauptseiten der von mir gewählten Anbieter und anderen hilfreichen Seiten. Natürlich bin ich auch gerne selbst zur Stelle um deine Fragen (wenn mir möglich) zu beantworten. 

 

Du warst schon einmal in London? Wo hast du gewohnt, wie bist du geflogen und welcher Stadtteil war der "deinige"? Würdest du diesen Stadtteil noch einmal wählen oder lieber woanders wohnen, weshalb? Erzähl´s mir!

Ich freu mich immer wieder über neue Informationen zu London und freu mich daher auch sehr über deine Kommentare! Wenn dir der Beitrag gefällt, darfst du ihn auch gerne auf Facebook teilen und wenn du noch nicht meiner Facebook-Seite folgst: Feel free! Ich freu mich über jeden neuen Follower und du verpasst auf keinen Fall, wie unser Abenteuer in London weiter ging!

I hope I´ll see you soon!

 

Melanie

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