London Low Budget - mit wenig Geld das meiste erleben! Teil 1

Du willst nach London reisen und die Stadt von ihrer buntesten und schönsten Seite erleben? Am liebsten soviel wie möglich sehen und jede Menge Abenteuer mitnehmen? Gleichzeitig schreckt dich ab, dass London eine der teuersten Städte der Welt ist? Vergiss deine Bedenken: London ist zwar wirklich sauteuer aber ich verrate dir, wie du die Big City genießen kannst, ohne ein Vermögen dafür auszugeben! Du wirst Eindrücke und Erlebnisse ohne Ende mitnehmen und es wird sicher nicht dein letzter Besuch in London gewesen sein. Neugierig? Pack Deinen Rucksack und kommt mit!

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Hamburg – meine Perle oder 3 Tage Hamburg mit Kind

Wie kommt man mit der Bahn günstig nach Hamburg und wo kann man dort günstig schlafen? Wie biete ich meinem Kind viel an Spaß und Action ohne viel dafür zahlen zu müssen? Essen beim Starkoch ohne ein Vermögen dafür zu bezahlen?


Kommt mit auf unsere Reise nach Hamburg und ich zeig Dir dies alles und noch viel mehr...

 

Unser diesjähriges Mama & Sohn Wochenende hat uns, wie die Überschrift schon sagt, nach Hamburg geführt. Und was soll ich Dir sagen: Es war genau die richtige Entscheidung!

 

Wir haben uns 3 Tage lang in der Hansestadt super wohl gefühlt und fuhren mit Herzschmerz nach Hause. Gerne wären wir noch länger geblieben.

 

 

Warum hat uns Hamburg so schnell so gut gefallen?

 

Das ist ganz einfach zu beantworten: Hamburg ist vielseitig, kinderfreundlich, bunt & schön.

Man trifft freundliche, aufgeschlossene und hilfsbereite Menschen, es gibt viele Ausflugsmöglichkeiten für groß und klein, in der Stadt verteilt findet man kostenlose oder relativ günstige Aussichtsplattformen, die einen schönen Blick über Hamburg ermöglichen. Es gibt ein sehr gutes Nahverkehrsnetz, man findet schnell leckeres und günstiges Essen, es gibt sehr viele schöne alte und neue Gebäude, interessante Stadtviertel wie St. Pauli, Sternschanze, Speicherstadt, HafenCity und natürlich vieles, vieles mehr.


Spaziergang von der HafenCity zu den Ladungsbrücken
Spaziergang von der HafenCity zu den Ladungsbrücken

 

Es gibt verdammt viel, was ich Dir berichten möchte, doch ich weiß, dass die Zeit manchmal arg knapp ist, daher werde ich Dir nach und nach noch einmal alles in Kategorien anlegen, in welchen Du nachlesen kannst, was Dich wirklich interessiert und unter welchen Du dann vielleicht auch das passende für Dich und Dein Kind/Deine Kinder finden kannst.

 

Eine kleine Übersicht:

  1. Anfahrt

  2. Wohnen

  3. Lecker Essen gehen

  4. Cafe & Kuchen

  5. Aktivitäten für Kinder

  6. Für Mama & Papa

  7. Tolle Aussichten

  8. Nahverkehr

  9. Rabattmöglichkeiten


1. Anfahrt:

Wie kamen wir nach Hamburg?

 

Es gibt viele Wege um nach Hamburg zu kommen:

Mit dem Auto, dem Bus, dem Flugzeug oder per Schiff. Ganz fleißige laufen auch zu Fuß. :) Wir haben den Zug genomen:

 

Um 06.44 Uhr haben wir Aschaffenburg mit dem ICE hinter uns gelassen und sind in Hamburg um 11.35 Uhr angekommen.

 

Mit dem Sparpreis der Deutschen Bahn (in Verbindung mit der Bahncard 25) habe ich für mich und meinen Sohn (er fährt bis zum Alter von 14 Jahren auf meiner Fahrkarte kostenlos mit) für die

 

Hin- und Rückfahrt im ICE/IC & RB 43,50 EUR

 

gezahlt.

 

Da kann man echt nicht meckern, wenn man ansonsten für die einfache Strecke Hamburg – Aschaffenburg zwischen 108 und 130 EUR zahlt.

 

Anschlussfahrten direkt ab Ankunft in Hamburg mit Bus, U-Bahn oder S-Bahn innerhalb von Hamburg waren ebenfalls im Preis enthalten. Genau wie die Busfahrt in Aschaffenburg von Zuhause bis zum Bahnhof.

 

Dass man mit dem Sparpreis der Deutschen Bahn nicht wirklich flexibel ist (Zugbindung beim ICE/IC) und ab und zu mal umsteigen muss ist natürlich klar – für uns war es trotzdem eine bessere Alternative als Flixbus (lange Fahrtzeiten) oder Auto (wir haben nämlich gar keins, lach). Insgesamt waren wir 5 Stunden unterwegs und haben diese Zeit sehr genossen. Endlich wieder Zeit ausgiebig zu lesen, sich gemeinsam zu unterhalten oder zusammen zu spielen.

 


 

2. Wohnen:

Wo haben wir gewohnt?

 

In der Wohnung eines Studenten, der gerade in Südostasien unterwegs ist. Vor der Abreise hat dieser junge Mann seine Wohnung über die Plattform Airbnb zur Vermietung angeboten – wir haben zugeschlagen!

Es war das erste mal dass ich in einer privaten Wohnung über Airbnb gebucht habe, bisher hatten wir immer in direkten Ferienwohnungen geschlafen. Diese Art zu wohnen gab mir noch mehr das Gefühl „Zuhause zu sein“ und es war auch ganz lustig in dem Sinne von „Wer hat aus meinem Becherchen getrunken, wer hat von meinem Tellerchen gegessen?“

Es ist interessant gewesen, das Leben eines anderen Menschen kennen zu lernen, obwohl man ihn überhaupt nicht getroffen hat (die Schlüsselübergabe fand durch Freunde von ihm statt).

 

Die Wohnung war geschmacklich sehr schön eingerichtet, tadellos sauber, ruhig und dennoch zentral gelegen. Wir waren total begeistert und wären gerne noch länger geblieben.

 

Preis: 34 EUR die Nacht für 2 Personen.

 

Hotelliebhaber entgegen mir immer wieder, man müsse sich sein Frühstück dann aber selber machen. Klar muss man das. Oder aber man geht in ein nahegelegenes Cafe frühstücken.

Ich persönlich aber genieße es trotzdem eher mich in einer Ferienwohnung Zuhause zu fühlen und nicht in einem anonymen Hotelzimmer „eingeengt“ zu sein (mein ganz eigenes Gefühl). Ein weiterer für mich ganz wichtiger Punkt: Ich muss nicht pünktlich morgens aufstehen um noch was vom Frühstückbuffet zu bekommen von dem ich mit meiner Laktoseintoleranz meist eh nur die Hälfte essen kann. :)

Hin und wieder schlafe ich natürlich auch in einem Hotel (Motel One ist eines meiner liebsten). Ferienwohnungen oder Zimmer sind mir aus den vorgenannten Gründen aber dennoch lieber und diese sind auch preistechnisch oft unschlagbar.

 

Du hast auch Interesse mal über Airbnb zu verreisen um zu schauen, ob diese Art zu Reisen etwas für Dich ist? Über diesen Link www.airbnb.de/c/msunshine11 kannst du dich bei Airbnb registrieren und wir erhalten beide 30,00 EUR Reiseguthaben für unsere nächste Reise.

Win : Win sozusagen :) .

 

Du weißt nicht, was Airbnb ist und wie das funktioniert? Schau mal hier: https://www.airbnb.de/

 

Natürlich kannst Du mich auch jederzeit direkt fragen, hier in den Kommentaren unter dem Text oder per Email, wie meine bisherigen Airbnb Erfahrungen waren. Wir waren bereits in Zagreb (Kroatien), Maribor (Slowenien), Budapest (Ungarn), Koblenz (Deutschland) und jetzt eben in Hamburg (Deutschland).


3. Lecker Essen gehen:

Bullerei/Deli (Schanzenviertel)

 

Nach so einer langen Fahrt waren wir natürlich hungrig und jetzt freute ich mich auf mein ganz persönliches Highlight dieser Reise:

 

 Mittagessen im Bistro von Tim Mälzer - im Deli!

 

Eingang der Bullerei/des Deli´s
Eingang der Bullerei/des Deli´s

 

Die Entscheidung in Tim´s Bistro Essen zu gehen fiel uns nicht schwer:

 

Mahlzeiten vom Starkoch kreeirt und das zu günstigen Mittagstischpreisen in schönem Ambiente. Will man da wirklich noch woanders hingehen? Ich jedenfalls nicht. :)

 

Ja, ihr habt richtig gelesen. Bei Tim Mälzer kann man auch günstig essen gehen. Wer es lieber gehobener mag und lieber Abends Essen gehen möchte, für den wäre sicher die Bullerei (Tim´s Restaurant im gleichen Gebäude) das richtige aber meiner Meinung nach ist das Deli unbedingt einen Besuch wert, wenn man in Hamburg is(s)t.

 

In einer Restaurantbewertung hatte ich zuvor gelesen, dass das Deli eher einer Kantine gleicht aber das kann ich absolut nicht bestätigen, denn hier wurde mit sehr viel Liebe fürs Detail eingerichtet:

 

Am Eingang wirst Du zugleich von Blumenarrangements begrüßt, gemischt mit rockigen und rusitkalen Einsätzen. Auch an den besten Freund des Menschen wurde hier gedacht; ein Wassernapf für Hunde steht bereit. Zur Linken am Eingang befindet sich ein Schaukasten mit allerlei schönen und nützlichen Dingen, die man als Souvenir erwerben kann (Das neuste Kochbuch von Tim Mälzer „Die Küche“, Geschirrtücher mit Bullerei-Print, Kellnermesser, Küchenmesser, Schürze, Schirmmütze etc.). Im Inneren des Bistros finden sich viele Holzelemente, warme Farben (der lange bunte Tisch im hinteren Teil ist ein absoluter Hingucker) und bunte Lampions. Die teils offene Küche lädt zum Zuschauen ein.

 

Die Mittagskarte gibt es von Montags bis Freitags (12-15 Uhr). Auf dieser befinden sich fleischhaltige sowie vegetarische und vegane Gerichte, Vorspeisen und Desserts. Ebenfalls gibt es hier den Hinweis, dass bei Allergien sehr gerne weiter geholfen wird und auch eine spezielle Allergenkarte mit allen gesetzlichen, vorgeschriebenen Auszeichnungen vorgelegt werden kann.

 

Was ich ganz toll finde: Für nur 5 EUR Aufschlag zum eigentlichen Hauptgerichtspreis bekommst Du nach Wahl ein Menü mit Suppe, Hauptgang und Nachspeise.

 

Wir entschieden uns für den Deli-Burger und die Kürbis-Ravioli. Beides sehr lecker und von den Portionen wirklich ausreichend.

 

Der Service ist total (kinder)freundlich, für jede Nachfrage offen und sehr hilfsbereit. Bzgl. unserer Laktoseintoleranz wurde uns sofort weiter geholfen und meinem Sohn der Deli-Burger mit veganem Käse serviert.

 

Gezahlt haben wir für den Deli-Burger, die Kürbis-Ravioli und zwei Cola: 28,20 EUR.

Meiner Meinung nach ein günstiger Preis für ein sehr bekanntes und stylisches Bistro.

 

Kleiner Gimmick am Rande: Auf dem Kassenbon steht, wer für einen gerannt ist.

In unserem Falle: Lucky Luke! :)

 

Unser Fazit über das Deli:

Sehr leckeres Essen, schönes Ambiente mit Wohlfühlcharakter, freundlicher Service, günstige Preise - wir kommen wieder!

 

Die Veröffentlichung aller Bilder wurde schriftlich von der Bullerei GmbH & Co KG genemigt. Hierfür bedanken wir uns herzlich!

 

 

Hier noch die wichtigsten Daten:

 

Bullerei GmbH & Co KG
Lagerstraße 34b
20357 Hamburg

 

Telefon, Fax
(+49)  040 – 33 44 2 110
(+49)  040 – 33 44 2 11 99

 

Mail
info@bullerei.com

http://bullerei.de/

 

Wenn Du nach dem guten Essen noch einen Verdauungsspaziergang machen möchtest:

Das umliegende Schanzenviertel eignet sich hierzu bestens.

 

Dazu aber mehr in in den nächsten Tagen.

 

Ich freu mich auf Dich!

 

Melanie

 

P.S.: Warst du selbst schon mal in der Bullerei, dem Deli oder hast vor dort mal hinzugehen? 

 

Hast du Fragen, Anregungen, Wünsche oder Kritik?  Dann nutze doch einfach die Kommentarfunktion. Gefällt dir der Artikel und meine Seite generell? 

Dann freue ich mich darüber, wenn du mich weiter empfiehlst. Du kannst ganz einfach die unteren Button hierfür benutzen.

 

 

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Teil 2: Hamburg - Totentanz im Schanzenviertel

Was haben mexikanische Tote mit einem alten Milchgeschäft gemeinsam? Wo können Allergiker auch nachmittags ohne Bedenken ihrem Kuchen- und Eisgenuss nachgehen? Was sind Calveras de Dulce und seit wann kann man in Apotheken Essen gehen? Antworten findest Du hier: Im trendigen Schanzenviertel von Hamburg. Kommst Du mit auf einen Spaziergang?

Nach dem leckerem Mittagessen in Tim Mälzer´s Deli (siehe Teil 1 - Hamburg) haben wir uns aufgemacht zu einem Streifzug durchs Hamburger Schanzenviertel.

War es früher noch Arbeiter- und Fabrikviertel (Mont-Blanc Füllfederhalter, Klaviere, Fleischproduktion), ist das Schanzenviertel heute eines DER Szeneviertel von Hamburg. Es befindet sich im Stadteil Sternschanze am Rande des Sternschanzenparkes. In den Hauptgeschäftsstraßen Schulterblatt und Schanzenstraße findet man kleine schicke Boutiquen, interessante Cafes und urige Restaurants. Es ist etwas fernab der touristischen Reeperbahn und mit etwas Glück trifft man auf aufgeschlossene und nette Einheimische, plaudert ein wenig mit ihnen und kann so noch etwas vom alten Hamburger Flair erleben. 

 

Das Schanzenviertel ist stark gemischt: Wirken so manche Häuser schon fast herunter gekommen, so gibt es doch auch ganze Häuserreihen und Straßen, welche von Investoren aufgekauft und modernisiert wurden bzw. noch werden; die alte Pianofarbrikhalle und die Rindermarkthalle z.B. um nur zwei zu nennen.

Junior und ich sind einfach mal ohne Ziel von der Bullerei aus kommend querfeldein ins Schanzenviertel gelaufen, kamen vorbei an Oma´s Apotheke (günstig Frühstück, Mittag- und Abendessen); an kleinen Boutiquen und Kneipen, schossen witzige Fotos von bunten Häusern, skurillen Dingen und alberten herum.

Immer der Nase nach und soweit uns die Füße tragen. Das war unser Plan. Doch dann, ja dann... blieben wir plötzlich stehen und drückten uns die Nase an einem ganz besonderen Schaufenster platt! Am Schaufenster des Cafe´s

 

Herr Max:

Wow - was für eine Schautorte! Cafe Herr Max im Schulterblatt in Hamburg
Wow - was für eine Schautorte! Cafe Herr Max im Schulterblatt in Hamburg

Was für Wahnsinns-Kuchen! Der Laden MUSS interessant sein dachten wir uns und - schwups, waren wir drinnen und staunten uns die Augen groß!

 

Alles war bunt geschmückt, an den Wänden hingen Porzellanteller und Auflaufformen mit Skelettfiguren, zwei rießige Skelette prangten an der Wand, farbige Girlanden waren durch den großen Raum verteilt. Die Kuchentheke verlockte mit allerlei Köstlichkeiten, darunter auch glutenfreie und vegane Kuchen! Als würde das nicht genügen gab es auch noch buntes Gebäck in Form von Totenköpfen und farbenfrohen Keksen. Ich war schon fast betrübt, dass ich eben noch so gut gegessen hatte. In meinen Magen wollte so gar nichts mehr reinpassen. Eine heiße Schokolade und eine kurze Verweilpause wollten wir uns hier aber dennoch gönnen!

 

Wir bestellten an der Theke, zahlten 8 EUR für zweimal laktosefreie, heiße Schokolade (hier musste ich beim Preis etwas schlucken) und ergatterten zwei Plätze auf der Couch:

 

Junior packte sein Taschenbuch aus und versank ganz in der Welt von Donald Duck und Co., während ich meine Blicke weiter über die tolle Vintage-Einrichtung wandern ließ. Nicht nur die Stühle, Tische und Schränke schienen aus einer anderen Zeit zu sein, auch die zum Teil mit Schleifen verzierten Kacheln an den Wänden waren mit vielen Abplatzungen versehen und ließen eher auf eine weit vergangene Zeit schließen.

 

(Wie ich gerade herausgefunden habe, gab es hier im Jahr 1905 ein Milchgeschäft und aus dieser Zeit stammen diese alten Kacheln noch! Wie passend für ein Cafe und wie toll, dass diese Original-Wandgestaltung bis zum heutigen Tage erhalten blieb, oder?)

Nach ein paar Warteminuten wurde unsere heiße Schokolade an den Platz gebracht. Jetzt war ich schon beim Anblick sicher, dass sich die je 4 EUR (3,50 EUR wenn nicht laktosefrei) für die Schokolade gelohnt haben und nach dem ersten Probeschluck überzeugt, dass der Preis gerechtfertigt war! Erstens gab es hier ein mindestens 0,4 l Glas Kakaodrink (wenn es nicht sogar 0,5 l waren), zweitens war dieser Drink versehen mit himmlichen Schokoladenschaum und drittens hatte er noch einen kleinen aber feinen, sehr leckeren Würzgeschmack; ich vermute Zimt oder Kardamon.

 

Im Reiseführer wollte ich nachschauen, in welcher Straße wir uns gerade befinden, konnte auf dem Stadtplan aber nichts finden. Ich fragte kurzerhand unsere Tischnachbarin und wir kamen direkt ins Plaudern. Sie war sehr nett und aufgeschlossen.

Zusammen wuselten wir uns durch die Stadtkarte und sie gab mir Tipps über das Schanzenviertel, erzählte mir, was es mit der Roten Flora (Haus mit langer Besetzungsgeschichte) auf sich hat und dass man in der Marktstraße im Karolinenviertel (angrenzend an das Schanzenviertel) besonders gut shoppen kann. Hier würde man viele kleine Boutiquen und tolle Läden finden und es wäre genau das richtige, wenn man mal etwas besonderes und außergewöhnliches kaufen möchte.

Man merkte ihr sofort die Liebe zu Hamburg an und ich bekam Lust noch mehr vom Schanzen- und dem umliegenden Karolinenviertel zu erkunden. 

 

Junior und ich packten also unsere sieben Sachen und wollten los, doch vorher wollte ich unbedingt noch wissen, was es mit dieser bunten und skurillen Dekoration im Laden auf sich hat.

Ich fragte eine der Damen am Tresen und sie nahm sich, trotz des regen Betriebes, mit einem Lächeln Zeit für mich und fing an zu erzählen:

Die Betreiber des Ladens, Herr Max und seine Frau Julia, seien große Fans von Mexiko und die Dekoration habe nichts mit Halloween (wie ich vermutet hatte) sondern mit dem mexikanischen Tag der Toten, dem Día de Muertos zu tun.

 

Der Día de Muertos sei einer der wichtigsten Feiertage in Mexiko und wird jährlich am 02. November gefeiert. Dem mexikanischen Volksglauben nach, kehren die Seelen der Verstorbenen aus dem Jenseits zurück, um ihre Familien zu besuchen.

Die Vorbereitungen zu diesem Wiedersehen beginnen jeweils am 31. Oktober und dauern bis zum 02. November an. Bunt geschmückte Häuser und Straßen, Blumen und viele Lichter weisen den Verstorbenen den Weg nach Hause. Bevorzugt kommen hier die Farben gelb und organge zum Einsatz, denn diese würden die Geister besonders gut erkennen.

Konditoreien backen Gebäck in Form von Totenschädeln (Calaveras de Dulce) aus Schokolade, Marzipan oder Zucker, welche auf der Stirn die Namen der Verstorbenen tragen. Mit diesem Gebäck sollen sich die Geister von ihrer langen Reise stärken. Auch das sogenannte Totenbrot sei Tradition.

 

Am 02. November dann, dem Día de Muertos, gibt es in den Abendstunden eine große Feier auf dem Friedhof. Laute Musik, Essen und Tanz zu Ehren der Toten. Die Feierlichkeiten enden pünktlich zur Geisterstunde um 00.00 Uhr und die Verstorbenen machen sich wieder auf den Weg zurück ins Jenseits. Bis zum nächsten Jahr am Día de Muertos.

 

Wow - eine tolle Tradition und ein schöner Umgang mit dem Tod. Findest Du nicht auch? Kanntest Du diese Tradition bereits?

 

Mein Bericht hat Dich neugierig gemacht auf Herrn Max und sein gleichnamiges Cafe?

Dann schau doch mal in seinem Laden

 

Herr Max

Schulterblatt 12
20357 Hamburg
Telefon:040  69 21 99 51
Mail: hallo@herrmax.de

 

oder auf seiner Homepage vorbei (www.herrmax.de)!  Hier findest Du weitere tolle Informationen, die Möglichkeit an einem Patisseriekurs teilzunehmen und vieles mehr.

 

Ach übrigens: Herr Max und seine Frau - die machen auch leckeres Eis! Sogar laktosefrei!

 

Du warst schon mal bei Herrn Max? Dann berichte mir doch mal über die Kommentarfunktion, wie Du es dort gefunden hast und was Dir dort besonders gut gefallen hat.

 

Ich freu mich auf Dich!

 

Melanie 

 

P.S.: Ich danke Herrn Max für die Zustimmung zur Veröffentlichung aller Bilder und für das Interesse am Artikel. :-) So macht Zusammenarbeit Spass.

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Mission Impossible im Schwarzlichtviertel - Hamburg mit Kind; Teil 3

Du willst mitten in Hamburg U-Boot fahren und gleichzeitig lernen wie Du ein Meisterdieb werden kannst? Oder nimmst Du lieber den Kampf mit einem lebensechten Krokodil auf um die beste Punktzahl unter Deinen Mitstreitern zu erreichen? Dein Kind will einem Hai direkt in die Augen schauen, Mäuse aus dem Käse jagen und Frösche vom Seerosenblatt schubsen? Ihr seid echte Abenteurer? Dann seid Ihr hier genau richtig:

 

Im Schwarzlichtviertel Hamburg! Deutschland´s größte Schwarzlicht-Erlebniswelt!

 

Am 2. Tag unserer Hamburg Reise war Kinderprogramm angesagt (Tag 1 kannst Du hier und dort nachlesen). Von Kai, unserem Airbnb-Vermieter, hatten wir den Tipp bekommen, das Schwarzlichtviertel zu besuchen. Hier könne man Minigolf und andere tolle Spiele (alles im Schwarzlicht) spielen. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen!

Zuhause hatte ich bei der Recherche über Hamburg bereits festgestellt, dass der Stadtteil Hamburg-Stellingen absolut perfekt für einen kompletten Kindertag ist! Warum? Weil dort das Kinderparadies Rabatzz, das Jumphouse (hierzu in einem Extra-Post mehr) und das Schwarzlichtviertel in einem Eck aufeinander treffen, dazwischen zur Stärkung noch die sagenhafte Burger Lounge im 50er Jahre Stil (auch hierzu folgt noch ein Extra-Beitrag)Was will man als Mama und vor allem als Kind noch mehr?

 

Wie im Internet empfohlen, hatte ich unsere Spielzeit bereits online vorreserviert (leicht und unkompliziert auf der Homepage) und freute mich darüber, dass das Schwarzlichtviertel sehr gut mit dem Bus zu erreichen ist (Bushaltestellen direkt vor der Tür). Also alles schön entspannt für Mama!

 

Kinderfreundlichkeit wird in der Schwarzlicht-Erlebniswelt groß geschrieben, doch sollte man beachten, dass Kinder unter 16 Jahren hier nur bis 19.00 Uhr spielen und toben dürfen (letzter Einlass 17.00 Uhr). Danach steht das Schwarzlichtviertel den Erwachsenen für Firmenfeiern, Geburtstage oder einfach nur „Just for Fun“ zur Verfügung. Anfangs machte mich diese Regel etwas stutzig, doch die Erklärung der Betreiber ist einleuchtend:

 

Kinder und Erwachsene genießen den Spielspaß auf unterschiedliche Weise: 

 

Während es bei Kindern mal laut und turbulent zugeht (Kindergeburtstage können hier auch gefeiert werden), genießen Erwachsene gerade in den Abendstunden lieber in ruhigerer Atmosphäre ihr Beisammensein. 

Dies kennt man ja z.B. auch aus Kinobesuchen, Restaurant´s oder von Bowlingbahnen. 

Ab 19.00 Uhr öffnet zudem die Cocktailbar im Bistrobereich! 

 

Weitere Informationen zu dieser Regelung findest Du hier.

Der Zugang zur Minigolfbahn erfolgt per U-Boot-Fahrt. Im U-Boot selbst finden bis zu 6 Personen Platz. Wir wurden von einem echten Hamburger-Kapitän begrüßt und erhielten wichtige Hinweise zu Verhaltensregeln in der Tiefsee. Die turbulente und witzige Fahrt dauerte ca. 4 Minuten, dann öffneten sich die Türen zu einer beeindruckenden und wirklich sehenswerten Schwarzlichtwelt.

Zum Glück hatten wir uns an der Kasse für 3D-Brillen entschieden (1 EUR das Stück) und erlebten so nicht nur alles in den buntesten Farben sondern auch noch  mit tollem 3D-Effekt! Der Ball schwebte quasi vor unserem Auge, der Hai kam direkt auf uns zu und wir fragten uns öfter, ob wir jetzt schon auf der Bahn stehen oder daneben. Das fetzte richtig!

Die Bahnen (18 1/2 Stück an der Zahl) haben einen Schwierigkeitsgrad von leicht bis sehr schwer (besonders die Katapult-Looping-Bahn) und beinhalten einen großen Funfaktor.

Sie führten uns durch verschiedene Themenbereiche wie z.B. Tiefsee, Dschungel und Roboterwelt.

Nach Bahn 18 ½ waren wir glücklich aber auch sehr hungrig. Wenn Euch das genauso gehen sollte, werdet Ihr Euch sicher wie wir über die hausgemachten und wirklich sehr leckeren Pizzen freuen. Traditionell im Steinofen gebacken in zwei verschiedenen Größen. Eine große Auswahl auch bei den Getränken. Softdrinks, Bier, Cocktails – alles was das Herz begehrt. Die Preise sind moderat und gerechtfertigt.

 

Du hast eine Laktose- oder Glutenunverträglichkeit? Du bist Vegetarier? 

 

Kein Problem! Hier wird Rücksicht darauf genommen und auch dementsprechende Pizzen angeboten!

 

Natürlich ist die Minigolfbahn nicht alles was das Schwarzlichtviertel zu bieten hat: 

 

Nach einer Stärkung durch Pizza und Cola ließen wir es uns nicht entgehen den Mission Possible Raum zu besuchen: 

 

Ein kleiner schmaler Gang, durchzogen von etlichen Laserstrahlen, die es zu überwinden gilt. Wer knackt den Highscore? Pro Spiel 50 Cent. Der Spaß ist es wert! Ich eigne mich defintiv NICHT zum Meisterdieb – mein Junior hingehen kommt dem ganzen sehr nahe. Ob ich mir hierüber Gedanken machen sollte?

Weitere Spiele, die Du im Schwarzlichtviertel findest: Schwarzlicht-Airhockey, Schwarzlicht-Flipper, Schwarzlicht-Billiard, Blind-House und (mein Sohn war ganz verrückt danach) verschiedene Minispiele per Eye-Toy, die mit einem Projektor auf eine abgegrenzte Fläche auf den Boden projiziert werden:

 

Fussball, Eishockey, Frösche vom Seerosenblatt jagen, Mäuse aus dem Käse treiben, Ketchup quetschen, etc. Die Spiele wechseln ca. alle 5 Minuten und Sohnemann hatte soviel Spaß, dass ich große Mühe hatte, ihn zum Gehen zu überreden. Nur die Aussicht, dass direkt gegenüber eine riesige Trampolinhalle, das Jumphouse (extra Artikel folgt noch), auf uns wartet und das Versprechen, beim nächsten Hamburg-Besuch wieder her zu kommen, halfen mir dabei, ihn aus dem Haus zu bewegen. :)

 

Unser Fazit:

Viel Spielspaß, freundlicher Service, leckeres Essen, gute Preise - Das Schwarzlichtviertel ist auf jeden Fall einen Besuch wert und besitzt Suchtfaktor!

 

Weitere Info´s zu Preisen, genaue Anfahrt, Lage und was Du sonst noch wissen musst, findest Du hier: Schwarzlichtviertel Hamburg.

 

Warst Du auch schon einmal im Schwarzlichtviertel? Du warst noch nicht da, aber mein Bericht hat Dich neugierig gemacht? Ich würde mich freuen, wenn du mir von deinen Erfahrungen berichtest oder wenn ich Dir/Euch noch weitere offene Fragen beantworten kann.

  

Ich freue mich auf Dich!

 

Melanie

 

Ich danke den Betreibern des Schwarzlichtviertels für die Genehmigung zur Veröffentlichung der Fotos und für das Angebot evtl. Text- und Bildmaterial benutzen zu dürfen. Letzteres war jedoch nicht nötig. :) Vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit.

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